Mit der Einführung der Dampfmaschine in Deutschland um 1800 beginnt die Industrialisierung der Arbeitswelt. Folge ist der Anstieg von schweren Arbeitsunfällen.

Im Jahre 1828 beobachtet ein preußischer Feldherr, dass in Fabrikbezirken eine hohe Zahl an untauglichen Rekruten aufzufinden ist. Ein Grund dieser Untauglichkeit liegt in der Nachtarbeit der Kinder. Fehlende Rekruten geben somit den Anstoß zu einer staatlichen Sozialpolitik.

1839 wird das preußische Regulativ eingeführt, welches Kinderarbeit unter 9 Jahren verbietet und die Arbeitszeit für Judengliche unter 16 Jahren auf 10 Stunden pro Tag begrenzt.

1853 folgt das Gesetz zur stattlichen Betriebsinspektion.
Der Grundstein für die Gewerbeaufsicht ist gelegt.

In Jahr 1884 wird unter Bismark das Unfallversicherungsgesetz erlassen, das später zur Gründung der Berufsgenossenschaft führt.

1891 wird das Arbeitsschutzgesetz erlassen. Es entstehen die ersten Gewerbeaufsichtsämter. Ein Meilenstein für das duale Arbeitsschutzsystem!

1919 werden die ersten Unfallvertrauensmänner eingesetzt, die 1963 zu Sicherheitsbeauftragten werden.

1973 wird das Abeitssicherheitsgesetz (ASiG) verabschiedet. Damit werden Arbeitgeber unter anderen verpflichtet, Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit in ihre Prozesse einzubinden.

1974 werden erste Sicherheitsingenieure eingesetzt, die heutigen Fachkräfte für Arbeitssicherheit.

1985 wird der Artikel 118a erlassen, der den Arbeitsschutz auf europäischer Ebene regelt.

1996 tritt das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und das Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) in Kraft.